Pilgerfahrt nach Schönstatt - Schönstatt-Männer der Erzdiözese Freiburg

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Pilgerfahrt nach Schönstatt

Wie jedes Jahr am Dreifaltigkeitsfest unternahmen am vergangenen Sonntag, den 26. Mai, Pilger aus Oberkirch und Mittelbaden, sowie ein Bus der Regio Pforzheim,   eine Wallfahrt nach Schönstatt.  Erste Station am Vormittag war der Marienberg mit dem Taborheilgtum und Haus Tabor.  Bei der Begrüßung erinnerte Herr Kanzler, der Standesleiter der Schönstatt – Männer in Deutschland, an die vielen Intensionen und Gebetsanliegen, die Pilger mitbringen, die sich nach Schönstatt aufmachten und wünschte, dass diese hier vom Marienberg sowie von den anderen Gnadenorten in Schönstatt „Stärkung und Kraft“ für sich, ihre Aufgaben, Verpflichtungen und Dienste sowie für Anliegen ihrer Angehörigen erfahren. Erwähnt wurde auch, dass der Kelch, der auf dem Altar für die Zelebration bereit stand, von der Oberkircher Männergruppe bereits 1981 gespendet wurde.
In seiner Predigt während des festlichen Gottesdienstes ging Pater King auf ein Bild von Maria ein, das sie in besonderer Weise auch als „Knotenlöserin“ darstellte. Das Original stammt aus einer Kirche in Augsburg. Er verwies in weiterem darauf, dass die Pilger vielfältige Erfahrung mit Maria mitbringen würden, schließlich sei fast in jeder katholischen Kirche ein Marienbild. Hier in Schönstatt werden die Pilger jedoch nicht nur angeregt, die Gottesmutter in Nöten und Sorgen zu bitten und anzuflehen, sondern sie auch einzubinden in den konkreten Alltag. Maria sei auch imstand Herzen zu öffnen und das tue sie an Männern und Frauen in unterschiedlicher Weise. Doch gerade bei Männern, denen in der Vergangenheit oft in der Erziehung abverlangt wurde, dass sie stark sein sollten, sei die Gottesmutter ein Schlüssel, der helfe, zu den tieferen Seelenschichten vorzudringen. Von Pater Kentenich, dem Gründer der Schönstattbewegung, habe er jedoch gelernt, dass das Öffnen einen Menschen, gegenüber einem anderen – im Gespräch – stets mit einer hohen Ehrfurcht einhergehen müsse.
Ein weiterer Höhepunkt war das  Gebet der Pilger im und beim Urheiligtum im Tal, von wo die Schönstattbewegung ihren Anfang nahm und wo die weltweite Schönstattfamilie ihren geistigen Mittelpunkt hat.  Am Nachmittag fuhren die Pilger auf Berg Schönstatt zur Missionszentrale. Die Führung durch die Missionsausstellung der Schönstätter Marien-schwestern gab dem diesjährigen Wallfahrtstag einen besonderen Akzent. Schwester Mariana Hermann, die Leiterin der Missionszentrale, berichtete im Info-Raum davon, wie wagemutig die ersten Missionsschwestern vor nunmehr 80 Jahren von Schönstatt aus nach Südafrika aufgebrochen sind. Damit wurde die internationale Ausbreitung des Schönstattwerkes eingeleitet. Gemeinsam mit der ganzen Schönstattbewegung ist es das Ziel der Schwestern, weltweit und in allen Lebensbereichen Menschen für Gott zu gewinnen und an einer Kultur der Liebe zu bauen. Die Schönstatt-Heiligtümer in aller Welt als Oasen christlichen Lebens spielen dabei eine wichtige Rolle. Das Projekt Pilgerheiligtum, das 1950 in Brasilien seinen Anfang nahm, ist als moderne Form der Neuevangelisierung heute in 92 Ländern bekannt. In Deutschland war ein Familienvater aus dem Saarland der erste, der im Jahr 1968 mit diesem Apostolat begann.
Sehr interessant war der Rundgang durch die drei Ausstellungsräume. Exponate aus allen Kontinenten vermitteln einen Eindruck von der Originalität der verschiedenen Kulturen. Fotos, Übersichten und Texte geben einen Überblick über Aufgabengebiete und soziale Projekte der Schönstätter Marienschwestern und den Einsatz der internationalen Schönstattbewegung im Sinne der Neuevangelisierung. Schwester Eva-Maria Maier, die 30 Jahre als Missionsschwester in Brasilien gewirkt hat und nun für einige Zeit in Schönstatt eingesetzt ist, gab dazu Erklärungen und berichtete aus dem reichen Schatz ihrer missionarischen Erfahrungen.  Herr Kanzler begleitete die Pilger zum Abschluss der Wallfahrt in die Anbetungskirche und Grabstätte Pater Kentenichs.
Die Wallfahrer nahmen von diesem Tag den Impuls mit: Jeder von uns wird gebraucht, um an seinem Platz die Welt zum Guten hin zu verändern.

 Schönstatt Männer | 26.05.2013

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